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Aktuelle Informationen zu verschiedenen Themen

Besuch bei der Arabischen Liga in Kairo

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Am 25. März 2014 konnte der DAAD einen ausführlichen und sehr interessanten Besuch für seine StipendiatInnen bei der Arabischen Liga organisieren. Frau Hayam Al-Sallal, Department of Culture & Dialogue Among Civilizations, empfing die Gruppe der deutschen StudentInnen, deren Aufenthalt in Kairo der Verbesserung Ihrer Arabischen Sprache oder auch der Vertiefung ihrer spezifischen Studien an Ägyptischen Universitäten dient. Frau Al-Sallal und Ihre Kolleginnen konnten in verschiedenen Präsentationen und im Dialog mit den Besuchern die Arbeit der Arabischen Liga sehr anschaulich erklären. So sprach Frau Al-Sallal über die Kulturabteilung der Arabischen Liga, Frau Rania Aurag vom Department of Europe and Arab - European Cooperation über die Rolle der Arabischen Liga im Vergleich zur EU, Frau Noha Aiad vom Department of Education and Scientific Research über das Ausbildungssystem und seine Probleme und Frau Afaf Mohamed vom Department of Human Rights über den derzeitigen Stand der Vereinbarungen aller Arabischen Länder zu den Menschenrechten und ihrer Handhabung.

Im Anschluss konnten die StipendiatInnen sich in einer exklusiven Führung durch das Gebäude am Tahrir Platz, das aus den frühen 60-er Jahren original erhalten ist, einen Eindruck von den verschiedenen Versammlungsräumen bis hin zum großen geschichtsträchtigen Konferenzsaal machen. Am Ende fand dieser sehr exklusive und besonders gut vorbereitete Besuch seinen Abschluss in der beeindruckenden Bibliothek der Arabischen Liga, die dort alle möglichen Fachleute zum Lesen einlädt. Die äußerst positive Resonanz der jungen Leute aus Deutschland hat alle Beteiligten sehr erfreut und regt an, den Besuch auch im nächsten Jahr zu wiederholen.

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ARD Besuch

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Am 16. Januar 2014 haben die Deutschen Studenten, die im Rahmen des Wafedin-Stipendiums in Kairo studieren, das ARD Fernsehen in Kairo besucht. Dort haben Herr Volker Schwenck und sein Team die Studenten empfangen und mit ihnen einen kleinen Rundgang durch das Büro gemacht. Die Studenten haben die Fernsehtechnik kennengelernt und sich mit dem Kameramann und dem Cutter darüber unterhalten.

Das Fotoalbum ist auf der ARD-Kairo Facebookseite zu sehen.

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Wafedin-Besuch bei der Botschaft

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Am 12. Dezember 2013 empfingen der Stellvertretende Botschafter, Herr Kai Boeckmann, und der Kulturreferent, Herr Ramesh de Silva, in der Deutschen Botschaft in Kairo die deutschen Studenten, die im Rahmen des Wafedin-Stipendiums in Kairo an verschiedenen Fakultaeten studieren.

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Neue Horizonte: Knapp 400 künftige AbiturientInnen besuchen den DAAD-Studieninformationstag in Kairo

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"Ich möchte gerne Ingenieurwesen in Deutschland studieren. Die Planung ist aber nicht ganz einfach. Durch den Studieninformationstag kann ich Dozenten aus Deutschland direkt befragen und bekomme gute Tipps" sagt Ali (17). Ali ist einer der knapp 400 SchülerInnen der 11. und 12. Klassen, die eine der acht anerkannten Auslandsschulen in Ägypten besuchen. Seit 2007 organisiert der DAAD Kairo jährlich den Studieninformationstag, der den künftigen AbiturientInnen die Möglichkeit gibt, sich über deutsche Universitäten, Studienfächer, Stipendien und das Studentenleben in Deutschland zu informieren.

Gastgeber für die Veranstaltung war in diesem Jahr die Europa-Schule auf deren Gelände die AbiturientInnen der Deutschen Evangelischen Oberschule (DEO) und der Deutschen Schule der Borromäerinnen (DSB) aus Kairo und Alexandria begrüßt wurden. Die AbsolventInnen dieser Schulen sind hoch qualifizierte BildungsinländerInnen, die ein steigendes Interesse an einem Studium in Deutschland zeigen und somit eine attraktive Zielgruppe für deutsche Hochschulen darstellen. Mittlerweile entscheiden sich bis zu 50 Prozent eines Jahrgangs für ein Studium in Deutschland.

Vertreten bei der Veranstaltung, die mittlerweile Messecharakter trägt, waren RepräsentantInnen neun deutscher Hochschule, die eigens für die Veranstaltung angereist waren und zur eingehenden Beratung einluden. Ferner konnten sich die AbiturientInnen an Informationsständen des DAAD und der German University in Cairo (GUC) über Studienmöglichkeiten, Stipendien und vieles mehr informieren. Wie bereits im letzten Jahr standen deutsche Gast-StudentInnen den SchülerInnen während der gesamten Veranstaltung Rede und Antwort über das Leben in Deutschland und gaben wertvolle Tipps aus erster Hand.

Das Programm wurde mit einer Ansprache der Leiterin der Europa-Schule, Dagmar Weber und des DAAD Außenstellenleiters, Dr. Michael Harms, eröffnet. Kurzpräsentationen der Hochschule Furthwangen, der der TU München, der Universität des Saarlandes, der European Business School, der Philipps-Universität Marburg, FU Berlin, der TU Berlin, der Jacobs Universität und der BTU Cottbus gehörten ebenso zum Programm wie Vorträge die ein breites Spektrum von Studienfächern vorstellten. So hatten die SchülerInnen Gelegenheit sich direkt mit Vertretern aus Fachbereichen wie Sozialpädagogik, Angewandte Medienwissenschaften, Architektur, Ingenieurwissenschaften, Medizin und vielen weiteren auszutauschen.

Einer der Höhepunkte war auch in diesem Jahr wieder eine einstündige Talklounge, in der vier Gäste aus unterschiedlichen akademischen Bereichen unter der Moderation von Dr. Michael Harms über "Neue Horizonte" diskutierten, die sich mit einem Studium in Deutschland eröffnen.

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Neue Forschungsgeräte für das National Research Center

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Dr. Michael Harms, Leiter der DAAD Außenstelle Kairo, und seine Stellvertreterin Mona Ayoub übergaben dem National Research Center (NRC) eine Sachmittelspende aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Professorin Dr. Nawal Edward Ikladious sowie die Vizepräsidentin für Forschung und Internationale Beziehungen, Professorin Dr. Ekram Maher Fateen, nahmen den Trockenschrank mit natürlicher Umluft und den Magnetrührer mit Heizung und Heizplatte aus Glaskeramik für das Polymers Department des NRC entgegen.

"Die Finanzierung der Forschungsgeräte ist ein weiteres Zeichen für die seit vielen Jahren sehr fruchtbare Zusammenarbeit zwischen dem DAAD und dem NRC", erklärte Michael Harms. Die Institute des NRC verfügen über einen hohen Anteil von in Deutschland ausgebildeten Wissenschaftlern. So verbrachte auch Frau Professorin Nawal Edward Ikladious im Jahr 2012 einen über den DAAD finanzierten Forschungsaufenthalt am Fraunhofer Institut Stuttgart. Forscherinnen und Forscher des NRC schneiden in DAAD-Programmen überdurchschnittlich gut ab. "Allein im letzten Jahr konnte 8 Kandidatinnen und Kandidaten des NRC ein Doktorandenstipendium verliehen werden und das NRC ist gleich mit drei Projekten im GERF, dem deutsch-ägyptischen Forschungsfonds, vertreten", so Harms weiter.

Das NRC ist die größte interdisziplinäre Forschungseinrichtung Ägyptens mit rund 4800 Mitarbeitern auf den Gebieten der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung.

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Knapp 1500 ägyptische Studierende, Graduierte und Wissenschaftler konnten 2012 für Studien- oder Forschungsaufenthalte nach Deutschland reisen

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Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) verdoppelte die Anzahl der ägyptischen Akademiker, die im letzten Jahr in Deutschland durch ein Kurzzeit- oder Langzeitstipendium gefördert wurden.

"Dies ist ein eindrucksvolles Zeichen für den ägyptischen Hochschul- und Forschungssektor – Deutschland ist und wird auch weiterhin ein verlässlicher Kooperationspartner bleiben. Wir als DAAD sind stets an einer Unterstützung dieses lebendigen Austausches zwischen Ägypten und Deutschland interessiert und sind fest vom großen Potential des ägyptischen Wissenschafts- und Forschungssektors überzeugt.", sagt Dr. Michael Harms, Direktor der Außenstelle des DAAD in Kairo, die seit über 50 Jahren fest im Land etabliert ist.

Die Anzahl der Individualgeförderten, die von Ägypten aus durch die verschiedensten Programme und Projekte 2012 gefördert wurden, stieg im Vergleich zum Vorjahr von 896 auf 1,431. Gleichzeitig nahm die Zahl Deutscher, die durch den DAAD nach Ägypten reisten, ebenfalls von 267 auf 585 Geförderte zu. Ägypten erhielt dadurch deutlich mehr Stipendien und Förderung als jedes andere Land in Nordafrika und im Nahen Osten.

Zusätzlich zu den seit langem etablierten ko-finanzierten Stipendien- und Förderprogrammen zwischen Deutschland und Ägypten kam nach den Ereignissen vom Januar 2011 die Transformationspartnerschaft hinzu, die diesen erheblichen Anstieg ermöglichte.

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Zehn ägyptische Absolventen der Deutschen Auslandsschulen erhalten ein DAAD-Sawiris-Stipendium

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Im Rahmen eines feierlichen Empfangs wurden am 18. Juni die Stipendien des DAAD und der Sawiris Stiftung an zehn Abiturienten der Deutschen Auslandsschulen in Ägypten verliehen. Nicht nur die hervorragende Zahl von zehn Stipendien war in diesem Jahr ein Novum, sondern auch die Tatsache, dass in diesem Jahr zu ersten Mal ein Absolvent der Europa Schule ein Stipendium erhielt.

Bereits zum achten Mal wurde das internationale DAAD Stipendienprogramm "Deutsche Auslandsschulen" in diesem Jahr in Kooperation mit der Sawiris Stiftung durchgeführt. Das Stipendium ermöglicht den Absolventen ein grundständiges Studium an einer deutschen Universität in einem Studienfach ihrer Wahl. Ziel dieses auf den jungen Nachwuchs ausgerichteten Programms ist, dass die Stipendiaten im Anschluss an ihr Studium nach Ägypten zurückkehren und aktiv zum Fortschritt des Landes beitragen.

Das Programm richtet sich an besonders begabte nichtdeutsche Absolventinnen und Absolventen deutscher Auslands- und Sprachdiplomschulen. Bewerben können sich nur die besten 10 % eines Jahrgangs mit einem Notendurchschnitt von mindestens 1,5. Nach der Vorauswahl in Ägypten setzten sich die zehn   StipendiatInnen bei der Vergabe der 120 Stipendien schließlich gegen Bewerber aus 53 Ländern durch.

Die zehn StipendiatInnen des DAAD sind Malak Labib (DSB Kairo), Salma Nosseir (DSB Kairo), Shaima’a Doma (DSB Kairo), Sarah Soliman (DSB Kairo), Nada Kassem (DSB Aexandria), Omar El Feky (DEO) und Mohamed Elkadeem (DEO). Die Sawiris Stiftung verlieh zusätzlich Stipendien an Dina Al-Adawy (DSB Alexandria), Omar Shehata (Europa Schule) und Omar Kamel (DEO). 

Der DAAD und die Sawiris Stiftung gratulieren allen StipendiatInnen zu diesem großartigen Erfolg.

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Informationsveranstaltung zum IPS "Internationales Parlaments-Stipendium"

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Am 28. Mai fand in der DAAD Außenstelle Kairo eine Informationsveranstaltung zum IPS statt. IPS ist ein internationales Parlaments-Stipendium des Deutschen Bundestags für engagierte arabische Hochschulabsolventen zur Unterstützung der Demokratiebewegung in der arabischen Welt.Das Stipendienangebot richtet sich an hochqualifizierte, engagierte und deutschsprachige Nachwuchskräfte aus arabischen Staaten, die die demokratische Zukunft ihres Landes aktiv und verantwortlich mitgestalten wollen. Die Stipendiaten begleiten Mitglieder des Bundestags im Parlament und in den Wahlkreisen sowie politischen und kulturellen Veranstaltungen, Vorträgen und Workshops und erhalten somit einen einzigartigen Einblick hinter die Kulissen des Deutschen Bundestags.

Wir freuten uns, folgende Gäste begrüßen zu dürfen:

Kai Gehring, Sprecher für Bildungs- und Hochschulpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Prosper Schücking, Leiter der Abteilung Internationale Beziehungen im Deutschen Bundestag

Karin Gothe, Programmkoordinatorin arabische Staaten

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Webseite.

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Deutsch in Projekten der transnationalen Bildung – Synergiekonferenz zu Sprachenkonzepten in Kairo

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Vom 1. bis 4. Juni trafen sich Vertreter ausgewählter Projekte transnationaler Bildung in der Außenstelle Kairo, um sich über die Sprachenkonzepte innerhalb ihrer Programme auszutauschen. Im Fokus standen der Stellenwert des Deutschen an den Einrichtungen sowie Fragen der Umsetzung des Deutschunterrichts. Die Veranstaltung begann mit einem Arbeitstreffen der DaF-Studiengänge in der MENA-Region und öffnete sich am zweiten und dritten Tag für weitere Transnationale Bildungsprojekte. Die Beteiligten tauschten sich in Arbeitsgruppen zu institutionellen und fachlichen Themenschwerpunkten aus und erarbeiteten Möglichkeiten der engeren Zusammenarbeit. Gemeinsame Interessen lagen u.a. in der Evaluation von Studienleistungen, der Vorbereitung auf das wissenschaftliche Arbeiten und der Vergabepraxis von Stipendien. Inhaltlich ergänzt wurde die   Konferenz durch eine Podiumsdiskussion zum Thema "Rolle des Deutschen in Wissenschaft und Beruf" mit Vertretern aus der Praxis.

Präsentationen aus den Workshops:

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Erste internationale Al Ahram Bildungsmesse in Ägypten 2013

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Vom 20. bis zum 22. April findet in diesem Jahr zum ersten Mal die internationale Bildungsmesse "Edu Al Ahram", organisiert von der Al Ahram Organisation im Fairmont Hotel in Heliopolis, Kairo statt. Neben vielen anderen Bildungsinstitutionen ist auch der DAAD gemeinsam mit dem Deutschen Wissenschaftszentrum Kairo (DWZ) mit einem Informationsstand vertreten.

Die "Edu Al Ahram" bietet Messebesuchern die Möglichkeit einen Einblick in die Vielzahl der Bildungsangebote auf nationaler und internationaler Ebene zu bekommen. Insbesondere eine Großzahl der in Ägypten situierten Hochschulen informieren ausführlich über Studienmöglichkeiten im In- und Ausland und ihre Partnerorganisationen. Auskünfte geben aber auch das Swiss Management Center und das American Chamber of Commerce. Der Schwerpunkt des Interesses liegt im Bereich technischer und betriebswirtschaftlicher Studien.

Der DAAD nimmt die Möglichkeit wahr, Studierende auf der Messe mit Informationen bezüglich des deutschen Hochschulsystems und des breiten Spektrums an Stipendien und Fördermöglichkeiten für Studenten, junge Akademiker und wissenschaftliche Projekte zu versorgen. Das Angebot des DAAD hat bei den Studierenden großen Anklang gefunden. Besonders die Vielzahl der verschiedenen Master- und PhD-Programme hat das Interesse der Messebesucher geweckt, so dass der Stand durchgängig gut besucht war.

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Die Messe wurde von Dr. Nadia Zakhary, der Ministerin für wissenschaftliche Forschung, Samir Imbabi, dem Minister für Luftfahrt, sowie Prof. Gamal Nawara, dem Generalsekretär des Rats der Privatuniversitäten, feierlich eröffnet.

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DAAD-Stipendiatengruppe auf Besuch im Generalsekretariat der Arabischen Liga

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Am 10. Februar 2013 hieß Frau Samia Bibaris, bevollmächtigte Ministerin und Direktorin des Departments für Kultur und interkulturellen Dialog, eine Stipendiatengruppe des DAAD in den lichten Hallen des 1945 errichteten Gebäudes am Tahir-Platz willkommen. In einem holzgetäfelten Sitzungssaal stellte sie in einem ersten von insgesamt vier Kurzreferaten einen historischen Abriss, die allgemeinen Aufgaben und Tätigkeitsbereiche sowie die grobe Organisationsstruktur der Arabischen Liga vor, wobei Frau Bibaris vor allem auf Parallelen und Diskrepanzen in Aufbau und Zielsetzung der Europäischen Union einging.

Letzteres verdeutlichte Frau Omneya Taha, bevollmächtigte Ministerin und Direktorin des Departments für Europa und arabisch-europäische Kooperation, in einem rhetorisch wie inhaltlich gelungenen Referat. Offenkundig wurde hierbei die regionale Komponente, auf der aufbauend die Arabische Liga, gegründet im Jahre 1945 und mit ständigem Sitz in Kairo, vielmehr einen institutionalisierten Kommunikationsrahmen zur Abstimmung außen- und sicherheitspolitischer Interessen der zweiundzwanzig arabischen Mitglieder darstellt, als eine der EU vergleichbare aktive Organisation, wie exemplarisch in der Gesetzgebung oder in der Jurisdiktion, einnimmt. Dem entspricht, dass die tragenden Gremien der Liga einerseits die jährliche Zusammenkunft der Staatspräsidenten und Könige, andererseits die zweimal pro Jahr konferierenden Runde der Außenminister sind.

In einem auf Arabisch gehaltenen Vortrag, der die Bildungsarbeit der Liga in seinen Mitgliedsländern darlegte, wie im finalen vierten, der dem Ressort für Menschenrechte gewidmet war, offenbarten sich den Zuhören jedoch die engen Grenzen, die einer Organisation gesetzt sind, zu deren obersten Prinzipien die Nicht-Einmischung in die jeweiligen innenpolitischen Lagen seiner Mitglieder gehört. Blass und harmlos blieben daher die beiden Vorträge und Nachfragen, inwiefern die Liga – wie aktuell geschehen – auf die Gestaltung von Schulbüchern, aus welchen historisch brisante Themen gestrichen wurde, Einfluss zu nehmen pflegt, oder in welchen Punkten sich die Arabische Version der Menschenrecht von der Universellen unterscheidet, blieb ohne befriedigende Antwort.

Nachdem der Stipendiatengruppe eine halbstündige Pause gewährt wurde, während welcher sie als Staffage für ein Interview mit Frau Samia Bibaris diente, führte selbige die Gruppe im eindrucksvollen Gebäude durch Bibliothek und Versammlungssäle, was den knapp dreistündigen Aufenthalt versöhnlich beschloss.

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Festliche Einweihung: Das Deutsche Wissenschaftszentrum Kairo hat eröffnet

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"Ein Schaufenster nach Deutschland" und Ort für Innovation möge das neue Deutsche Wissenschaftszentrum in Kairo (DWZ) sein, sagte der Deutsche Außenminister Guido Westerwelle am 13. November in seiner feierlichen Eröffnungsrede vor Ort: "Wir möchten damit das Interesse von Ägyptens Wissenschaftlern wecken, mit Deutschland zusammen zu arbeiten. Das Zentrum steht für die moderne Verbindung von Forschung, Wissenschaft und Business."

Mit zahlreichen namhaften Vertretern der ägyptischen und deutschen Forschungslandschaft und Politik läutete das DWZ auf dem Gelände der DAAD-Außenstelle Kairo eine neue Stufe deutsch-ägyptischer Zusammenarbeit ein. "Es ist ein Zeichen und Symbol dafür, wie gut etabliert und fortgeschritten unsere bilateralen Beziehungen sind", betonte DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel.

Enthüllung

Über 1000 Besucher
Wie groß das ägyptische Interesse an dem neuen Zentrum ist, zeigte der vorangegangene Tag der offenen Tür am 12. November. Mehr als 1000 Besucher fanden den Weg zum Standort des DWZ auf dem Geländer der DAAD-Außenstelle Kairo und informierten sich in vielfältigen Veranstaltungen über die Aktivitäten der am DWZ beteiligten deutschen Wissenschaftsorganisationen: neben dem DAAD die Freie Universität Berlin, die TU Berlin, die TU München, die Universität Marburg, die Alexander von Humboldt-Stiftung, das Orient Instituts Beirut, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen. Unter einem Dach sind damit kompetente Partner ansprechbar, die Ägyptens Transformation unterstützen möchten – ob mit Politik- und Sozialwissenschaften, Expertise in erneuerbaren Energie oder angewandter Forschung.

Den ägyptischen Minister für Information, Kommunikation und Technologie Hany Mahmoud wundert das starke Interesse seiner Landleute nicht: "Wissenschafts und Innovation sind essentiell, um ein neues Ägypten zu bilden. Die internationale Kooperation zwischen Ägypten und Deutschland ist ein wichtiges Instrument, um dieses Ziel zu erreichen.”

Unbürokratische Wege
Das DWZ bildet einen neuen Knotenpunkt für die wissenschaftliche Zusammenarbeit von Ägypten und Deutschland und sei ein " One-Stop-Shop", der die Bürokratie wesentlich erleichtern kann und wird, erklärte DAAD-Außenstellenleiter Michael Harms: "Wer immer an Zusammenarbeit interessiert ist, kann zu uns kommen – wir zeigen Ihnen den Weg!"
In Zeiten der Globalisierung sei das DWZ damit ein neues "Leuchtfeuer" für eine Politik, die in den Köpfen der Menschen die wichtigste Ressource sieht, sagte der deutsche Außenminister Guido Westerwelle: "Wer die junge Generation mit Bildung, Wissenschaft, Forschung und praktischer Ausbildung stärkt, der bereitet sein Land für die Zukunft vor. So erreicht eine Gesellschaft ihre Ziele und wird erfolgreich sein."

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Modul "Nachhaltiges Projektmanagement" in der DAAD-Außenstelle Kairo

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Am 17. Dezember wurde das dreimonatige Fernstudienmodul "Nachhaltiges Projektmanagement" erfolgreich mit der Übergabe der Zeugnisse abgeschlossen.   Die Fortbildung der Technischen Universität Kaiserslautern konnte in Kooperation mit der DAAD-Kairo-Akademie (DKA) aus Mitteln der Transformationspartnerschaft realisiert werden. Bei dem Modul handelte es sich um das erste "Blended-Learning-Seminar", das DKA und TU Kaiserslautern gemeinsam angeboten haben – und das nächste ist bereits in Planung. 20 DAAD-Alumni aus Ägypten, Tunesien und Deutschland haben sich während der drei Monate mit dem Themenspektrum Projektmanagement, Evaluation und Good Governance auseinandergesetzt. Ein erfahrener Trainer und Gutachter, der lange in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit tätig war, leitete das Modul mit der Unterstützung zweier wissenschaftlichen Mitarbeiter der TU Kaiserslautern.

Die Teilnehmer haben gleich doppelt profitiert: Zum einen vermittelte das Seminar "überfachliche" Kenntnisse in den Bereichen Projektmanagement und Evaluation. Zum anderen bot das Studium angesichts der politischen und gesellschaftlichen Umbrüche in Ägypten und Tunesien die Gelegenheit, sich mit den normativen Konzepten und den internationalen Indikatorensystemen zur Operationalisierung und Messung von guter Regierungsführung zu beschäftigen.

In zwei dreitägigen Präsenzphasen im Oktober und Dezember 2012 in der Kairoer Außenstelle wurden die im virtuellen Raum vor- bzw. nachbereiteten Seminarthemen vertieft. Die Heterogenität der Teilnehmer in Alter und Arbeitsfeld begünstigte dabei einen gewinnbringenden Erfahrungsaustausch und Diskussionen. Das Webportal, über das das Seminar abgehalten wurde, erlaubte spannende neue Formen des inhaltlichen Austauschs. Arbeitsaufträge, Materialien und Umfragen wurden über das Portal eingestellt. Die Arbeitsaufträge wurden individuell oder über die Diskussion in chats bearbeitet. Über verschiedene Diskussionsforen war es den Nutzern möglich untereinander zu kommunizieren.

Weitere Informationen zu dem Programm, den Rahmenbedingungen und dem Anmeldeprozess entnehmen Sie bitte diesem "Call for Applications".

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Lesewettbewerb in der DAAD-Außenstelle Kairo

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Am 11. Dezember 2012 öffnete die DAAD-Außenstelle ihre Türen für den diesjährigen Lesewettbewerb. Geladen waren ägyptische Germanistikstudenten sowie deutsche DAAD-Stipendiaten, die sich im Vorfeld in gemischten Gruppen zusammenfanden, um gemeinsam bereitgestellte Lyrik in kreativer Form vorzutragen. Zu den Autoren der ausgewählten Texte gehörten u.a. Georg Trakl, Hermann Hesse und Wilhelm Busch, die in diesem Jahr allesamt wegen runder Jubiläen im Mittelpunkt stehen. Mit der Veranstaltung sollte ihr schriftstellerisches Werk vorgestellt und an ihr Schaffen erinnert werden. Dabei waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Von Musik- und Schauspieleinlagen über Videos bis hin zum selbstgebastelten Schattenspiel war alles vertreten und unterstrich die individuelle Interpretation. Am Ende kürte die aus DAAD-Vertretern bestehende 3-köpfige Jury die Gewinnerteams des Abends, die mehrere Büchergutscheine erhielten. Der Lesewettbewerb wurde mit einem Buffet und einer anschließenden Filmvorführung abgerundet.

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Wissenschaft mal anders –Science Slam in Kairo

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Im Rahmen des EU-Egypt Year of Science hatten das Deutsche Wissenschaftszentrum und seine Partner am 2. Dezember zum wissenschaftlichen Wettstreit junger Forscher aus Ägypten, Deutschland und anderen EU-Staaten aufgerufen. Nach dem bereits sehr erfolgreichen "First Berlin Science Slam in Cairo” am 24. April diesen Jahres, der von der FU Berlin in Kooperation mit der TU Berlin organisiert wurde, fanden diesmal rund 120 Science Slam-Interessierte den Weg zum Deutschen Wissenschaftszentrum. Sechs Doktoranden aus Ägypten, Deutschland, Spanien und Ungarn, die derzeit allesamt an deutschen Universitäten forschen, traten gegeneinander an und bereiteten ihre Forschungsthemen in unterhaltsamer Art für das Publikum auf. Dr. Ralph Bodenstein, DAAD-Lektor an der Cairo Universität, moderierte den Slam.

Alle Slammer verstanden es bei ihren Auftritten, ihre sehr komplexen Forschungsthemen einem interessierten, aber nicht immer fachkundigen Publikum verständlich darzustellen. Jeder Teilnehmer hatte 10 Minuten Zeit, um seine Fähigkeiten auf der Bühne zu zeigen und um die Zuhörerschaft, die die Auftritte bewertete, für sich zu gewinnen. Eine Jury, bestehend aus Dr. Heba Gaber, Wissenschaftsreferentin der Europäischen Kommission in Ägypten, Dr. Michael Harms, Leiter der DAAD-Außenstelle Kairo, Heba Afifi, Leiterin des Büros des ständigen Wissenschaftsvertreters der Alexander von Humboldt Stiftung und Dr. Florian Kohstall, Leiter der Kairoer Repräsentanz der FU Berlin, kommentierte die Präsentationen.

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Die Wissenschaftler bedienten sich verschiedener kreativer Präsentationsformen um das Publikum zu überzeugen. Dabei sorgten Hilfsmittel wie Stofftiere, Comicfiguren und Animationen nicht nur für Belustigung, sondern halfen auch die wissenschaftlichen Zusammenhänge besser zu verstehen.

Sebastian Köffer, Doktorand am European Research Center of Information Systems an der Universität Münster, erläuterte, welche Innovationsprozesse in Zukunft von IT-Nutzern ausgehen und wie diese gestaltet werden können. Adrian Gonzalez Casanova, der seine mathematische Forschung an der TU Berlin betreibt, beschrieb 100 Jahre Forschungsgeschichte der Evolution und wie diese mit Hilfe von Mathematik analysiert werden können. Das Slam-Team um Julia Knifka und Jörg Hartmann erklärte den radikalen Bruch mit der Buchkultur durch den Aufstieg der interaktiven Medien und wie beide Medien in Zukunft nebeneinander existieren werden. Hany Abo El Wafa schließlich, der an der TU München forscht, gewann mit seiner Analyse der Urbanisierung und möglichen Verbesserungsansätzen den Ägyptisch-Europäischen Science Slam. Die letztmalige Gewinnerin Ágnes Cseh von der   Berlin Mathematical School zeigte, wie Mathematiker komplexe Situationen simulieren und darauf basierend optimale Lösungen finden .

Der Abend wurde vom Auftritt des Rappers Sony Rahala und Sängers Adham El Said der bekannten Band Wust El Balad abgerundet.

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Deutsche Hochschulen zum Anfassen: Knapp 400 künftige AbiturientInnen auf dem Studieninformationstag in Kairo

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"Ich möchte gerne nach meinem Abitur in Deutschland studieren – dank des Studieninformationstags kann ich direkt Vertreter von deutschen Universitäten über das Studium in Deutschland befragen und weitere praktische Tipps bekommen" sagt Heba (17), die bereits zahlreiche Broschüren über das Studium in Deutschland an den 14 Informationsständen gesammelt hat. Heba ist eine von knapp 400 SchülerInnen der 11. und 12. Klassen, die eine der fünf anerkannten Deutschen Auslandsschulen in Ägypten besuchen und am 22. November die Chance genutzt hat, sich auf den 6. Studieninformationstag über das Studium in Deutschland zu informieren. Seit 2007 richtet die DAAD Außenstelle Kairo in Kooperation mit der Zentralstelle für Deutsche Auslandsschulen jährlich den Studieninformationstag an einer der deutschen Schule aus.

Veranstaltungsort war in diesem Jahr die Deutsche Evangelische Oberschule Kairo (DEO) auf deren Gelände die AbiturientInnen der Deutschen Schule der Borromäerinnen (DSB) aus Kairo und Alexandria, der Europaschule und der Beverly Hills Schule Kairo begrüßt wurden. Die AbsolventInnen dieser Schulen sind hoch qualifizierte BildungsinländerInnen, die ein großes Interesse an Informationen zu Studienmöglichkeiten, Stipendienprogrammen und Studentenleben in Deutschland zeigen.

Vertreten bei der Veranstaltung, die mittlerweile Messecharakter trägt, waren RepräsentantInnen zehn deutscher Hochschule, die eigens für die Veranstaltung angereist waren und zur eingehenden Beratung einluden. Ferner konnten sich die AbiturientInnen an Informationsständen des DAAD, der German University in Cairo (GUC) sowie der Sawiris Stiftung über Studienmöglichkeiten, Stipendien und vieles mehr informieren. Wie bereits im letzten Jahr standen deutsche StudentInnen den SchülerInnen während der gesamten Veranstaltung Rede und Antwort über das Studentenleben in Deutschland und gaben hilfreiche Tipps.

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Das Programm wurde mit einer Ansprache des Leiters der DEO, Thomas Schröder-Klementa und des DAAD Außenstellenleiters, Dr. Michael Harms, eröffnet, auf die die Bekanntgabe der Gewinner des im Vorfeld der Veranstaltung ausgeschriebenen Blog-Wettbewerbs erfolgte. Die vier GewinnerInnen werden bis Ende des Schuljahres für den international bekannten DAAD-Schülerblog über ihre Pläne in Deutschland zu studieren bloggen.

Kurzpräsentationen der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), der Bauhaus-Universität Weimar, der Universität des Saarlandes, der Leuphana Universität Lüneburg, der Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena, der Hochschule Zwickau, der Philipps-Universität Marburg, der FU Berlin, der TU Berlin und der TU München gehörten ebenso zum Programm wie Fachveranstaltungen zu einzelnen Studiengängen z.B. Produkt Design, Umweltingenieurswesen, Wirtschaftswissenschaften und Politikwissenschaften.

Neu in diesem Jahr war eine einstündige Talklounge, in der vier Gäste aus unterschiedlichen akademischen Bereichen und der Wirtschaft unter der Moderation von Dr. Michael Harms über „Gute Gründe in Deutschland zu studieren“ diskutierten und so eine Reihe offener Fragen der SchülerInnen beantworteten.

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Aktiv, aber wie? Junge Ägypter auf ihrem Weg zu politischer Teilhabe

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       Vereine in Deutschland –gemeinsame Textlektüre                         Ein neues Projekt entsteht – Besprechung in der Gruppe

Mit einem Workshop in der DAAD-Außenstelle zu Visionen in Ägypten und Möglichkeiten für deren Realisierung beendeten die Studierenden des liqa-Projekts am 19.10. ihre inzwischen 5. Veranstaltungsreise durch Universitäten und deutsche Kulturmittlerinstitutionen in Ägypten. Inspiriert von der postrevolutionären Atmosphäre im Land und dem offenen Klima in der Gruppe sprachen die Teilnehmer über Problemfelder in Bildung, Politik und Arbeitswelt und entwickelten Strategien, um im Rahmen zivilgesellschaftlicher Maßnahmen diesen zu begegnen. Orientierung fanden sie im Herangehen und der Arbeitsweise von ausgewählten NGOs und Vereinen, die in Deutschland aktiv sind und über die sie sich in Kleingruppen über Zeitungsartikel informieren und mit den Workshopleitern austauschen konnten. Um die Nachhaltigkeit der Ergebnisse zu gewährleisten, werden die Hamburger Studierenden über ein Mentoring-Programm den Workshopteilnehmern zukünftig zur Seite stehen und das weitere Vorgehen beratend begleiten. Gefördert wird das liqa-Projekt aus Mitteln der Transformationspartnerschaft.

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Renewables Made in Germany on Tour

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Mit einer Auftaktveranstaltung an der Kairo Universität begann am 1. Oktober 2012 die vom DAAD organisierte Ausstellung "Renewables Made in Germany", die an insgesamt sechs Universitäten in Ägypten zu sehen sein wird.

Die Ausstellung der dena – Deutsche Energie Agentur -, die bereits in über 100 Ländern gezeigt wurde, präsentiert eine Bandbreite an spannenden Informationen über Technologietransfer und Einsatzmöglichkeiten erneuerbarer Energien. Die 80 zum Empfang geladenen Gäste erhielten dabei als Erste die Möglichkeit mehr über das Thema zu erfahren.

Michael Harms, Leiter der DAAD Außenstelle Kairo, betonte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung von Nachhaltigkeit für den Transformationsprozess Ägyptens. Dabei nahm er auch Bezug auf die langjährige Beziehung der Kairo Universität und der Universität Kassel durch den gemeinsamen internationalen Masterstudiengang REMENA. Sein besonderer Dank gelte Prof. Dr. Adel Khalil, dem ägyptischen Verantwortlichen für das Projekt, sowie seinem deutschen Kollegen Professor Dahlhaus für den kontinuierlichen Einsatz.

Studenten, Professoren und Besuchern bot sich im Anschluss die Gelegenheit auf 26 anschaulich gestalteten roll-up Tafeln unterschiedliche Quellen erneuerbarer Energien, z.B. Wind-, Bio- und Solarenergie, kennenzulernen. Zusätzlich wurden Vorteile und Funktionen dieser neuen Technologieformen erklärt sowie die Stärken und Systemlösungen deutscher Versorger vorgestellt.  

Im Verlauf der nächsten anderthalb Monate wird die Ausstellung an fünf weiteren ägyptischen Universitäten – Helwan, Ain Shams, Alexandria, Ismailia und Assiut Universität – für die Öffentlichkeit zugänglich sein. DAAD Alumni werden dabei die Betreuung vor Ort übernehmen. Der DAAD Kairo hofft, so die wissenschaftliche Gemeinschaft in Ägypten auf das weitreichende Potenzial erneuerbarer Energien aufmerksam zu machen, welches im Land bisher noch weitgehend ungenutzt blieb.

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Ausstellungseröffnung "Youth’s Reflections on Change" in der DAAD-Außenstelle Kairo

Ausstellungseröffnung  MAP

Die DAAD-Außenstelle Kairo bietet 16 Design-Studenten der German University in Cairo ein Forum für ihre Gedanken und Ideen. Die Posterausstellung wurde am 19. September mit einer Podiumsdiskussion sowie einem Auftritt des Rappers Sony Rahala und des Sängers Adham El Said der bekannten Kairoer Band Wust El Balad eröffnet. Auf dem Podium diskutierten der Dozent des Kurses, Alexander Tibus, einer der ausstellenden Studenten, Ahmed Al-Adawy, Sarah Wessel, eine Doktorandin der Universität Hamburg sowie Nouran Maher Mohamed, Studentin der Politikwissenschaft und Studentenvertreterin an der Kairo Universität unter der Moderation von Dr. Florian Kohstall (FU Berlin) und Dr. Sabine Dorpmüller (Orient Institut Beirut).

In dem Kurs "Information Design" des 6. Semesters entstanden großformatige Poster zum Thema Wandel, die sich hauptsächlich mit politischen und sozialen Themen im Kontext der Revolution beschäftigen. In den Postern vereinigen sich Textinformationen mit ästhetischer Kunst, die Studenten wandelten schlichte Fakten in ein fesselndes Informationsdesign um, wie Alexander Tibus erklärte. Korruption, Perspektivlosigkeit und Stagnation hätten ihn angetrieben sich mit dem Thema Wandel und Revolution intensiv auseinanderzusetzen, verdeutlichte der Student Ahmed Al-Adawy. Alexander Tibus fügte hinzu, dass die Revolution das alles beherrschende Thema des vergangenen Jahres gewesen sei und die Poster eine Möglichkeit darstellten, Aspekte des Umsturzes gestalterisch auszudrücken.

Die Ausstellung konnte unter dem Dach der DAAD-Transformationspartnerschaft realisiert werden und ist in enger organisatorischer Zusammenarbeit mit den Kairoer Büros der FU Berlin und dem Orient-Institut Beirut entstanden.

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"Educate. Inspire. Connect." – Ägyptische Nachwuchswissenschaftler nehmen am 62. Nobelpreisträgertreffen in Lindau teil

Zum 62. Mal trafen in Lindau am Bodensee Nobelpreisträger und exzellente Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt zusammen um neuste Entwicklungen der Forschung zu diskutieren und neue Partnerschaften zu schließen. An der diesjährigen Konferenz zum Fachbereich Physik, die unter dem Motto "Educate. Inspire. Connect." stand, nahmen 27 Nobelpreisträger und über 580 junge Nachwuchswissenschaftler teil. Darunter auch Dr. Ghada Bassioni und Dr. Elsayed Salama von der Ain Shams Universität in Kairo.

Eine Woche lang hatten Dr. Ghada und Dr. Elsayed die Möglichkeit, in zahlreichen Lehr- und Kulturveranstaltungen Wissenschaftler aus aller Welt und natürlich die anwesenden Nobelpreisträger selbst kennenzulernen. Eine Erfahrung, die für Beide inspirierend war. "Ich habe sehr viel in Lindau gelernt und möchte das an meine Studenten in Ägypten weitergeben" berichtet Dr. Elsayed. Ihm sei bewusst geworden, wie wichtig ein weltweites Netzwerk für die Forschung sei. Besonders beeindruckend für ihn seien die Vorlesungen der Nobelpreisträger gewesen: "Ich möchte mir diese Lehrmethoden aneignen, um meine Studenten so inspirieren zu können!"

Lindau Dr. Elsayed

Educate. Inspire. Connect. "Ich habe sehr viel in Lindau gelernt und möchte das an meine Studenten in Ägypten weitergeben" berichtet Dr. Elsayed. (Foto privat 

Auch für Dr. Ghada, die in München promovierte und lange dort gelebt hat, war diese Reise nach Deutschland ein besonderes Erlebnis. Sie wurde bereits im Vorfeld der Veranstaltung von den Organisatoren ausgewählt, ein Videotagebuch über die Zeit in Lindau zu drehen, um Ihre Eindrücke als "Frau in der wissenschaftlichen Welt" zu teilen. In diesem Zusammenhang bekam Sie sogar die Gelegenheit Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, zu interviewen. "Für mich ist es immer noch unfassbar, dass ich so große Persönlichkeiten treffen durfte!"

Lindau Dr. Ghada Bassioni

Dr. Ghada Bassioni mit dem deutschen Nobelpreisträger Professor Dr. Harald zur Hausen "Für mich ist es immer noch unfassbar, dass ich so große Persönlichkeiten treffen durfte!". (Foto privat)

Im Rahmen der Deutschlandwochen im April dieses Jahres hatte das Deutsche Wissenschaftszentrum (DWZ) in der DAAD Außenstelle Kairo ein neues Abkommen zwischen dem ägyptischen Ministerium für Hochschulbildung und Forschung und der Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertreffen, dass die künftige Teilnahme ägyptischer Nachwuchswissenschaftler an den Tagungen sichert, vermittelt.

Die diesjährige Reise der beiden ägyptischen Teilnehmer nach Lindau, die unter zahlreichen Bewerbern von einer Gutachterkommission ausgewählt wurden, wurde vom DWZ in Kairo gefördert.

Lindau Dr. Michael

Sicherung der künftigen Teilnahme ägyptischer Nachwuchswissenschaftler in Lindau Prof. Burkhard Fricke, Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertreffen und Prof. Dr. Abdel-Hamid Zoheiry, Ministerium für Hochschulbildung und Forschung , unterzeichnen im Deutschen Wissenschaftszentrum in Kairo ein neues Abkommen (Foto © DAAD Kairo, Nour El Refai)

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Jubiläum der German University in Cairo – Verlässliche Partnerschaft in Zeiten des Umbruchs

 Die German University In Cairo

© Elvira Eberhardt / Universität Ulm

"Die Zusammenarbeit zwischen deutschen und ägyptischen Hochschulen soll weiter ausgebaut werden", versprach DAAD-Generalsekretärin Dr. Dorothea Rüland in Ulm während des Festakts zum zehnjährigen Jubiläum der German University in Cairo (GUC). Die GUC ist das weltweit größte Hochschulprojekt, das vom DAAD gefördert wird. Für die Zukunft sind weitere deutsch-ägyptische Forschungsprojekte geplant.

"Nur mit mehr Bildung wird Ägypten vorankommen, das ist der einzige Weg", sagte Iman Raslan. Die stellvertretende Herausgeberin der Zeitschrift "Al-Mossawar" ist überzeugt, dass die Hochschulen ihres Landes gerade jetzt internationale Netzwerke brauchen: "Die Kooperation zwischen deutschen und ägyptischen Universitäten ist von großer Bedeutung. Gut, dass sie weiter ausgebaut wird!" mehr zu diesem Thema

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Gäste aus dem Deutschen Bundestag – Parlamentarier zu Besuch in der DAAD-Außenstelle Kairo

Paralament2012 verkleint

Die politische Lage in Ägypten ist so ungewiss wie seit langem nicht mehr. Engagierte junge Menschen, die sich in Ägypten oder anderen arabischen Staaten in diesen Zeiten für demokratische Grundwerte einsetzen, müssen unterstützt werden. Der Deutsche Bundestag bietet erstmalig ein einmonatiges Parlaments-Stipendium für diese Nachwuchstalente aus dem arabischen Raum.  Anlässlich der Stipendiatenauswahl durch eine Delegation des Bundestages stellten die Bundestagsabgeordneten Dagmar Freitag, Kai Gehring und Professor Ulrich Schöler das Stipendienprogramm am 21. Juni in der Kairoer Außenstelle des DAAD vor.

Das Programm richtet sich an hochqualifizierte und politisch interessierte Frauen und Männer, die Einblicke in die parlamentarische Praxis Deutschlands bekommen möchten und gleichzeitig ein großes Interesse daran haben sich in die demokratische Zukunft ihres Heimatlandes einzubringen. "Wir wollen diese Bewegungen unterstützen", erklärte Bundestagsabgeordnete Freitag und gab an, dass sie persönlich die Stipendiaten im Bundestag als Bereicherung empfindet. Die Stipendiaten werden während des Programms eine einwöchige Einführung über die Grundlagen des parlamentarischen Systems der Bundesrepublik vermittelt bekommen sowie eine Medienschulung und Seminare zum Umgang mit Minderheiten. In zwei Sitzungswochen haben sie die Möglichkeit mit einem ihr oder ihm zugeteilten Abgeordneten an Plenar- und Ausschusssitzungen teilzunehmen sowie eine Woche mit in den Wahlkreis zu fahren. Die bisherigen Auswahlgespräche verliefen durchweg positiv, wie der Abgeordnete Gehring zu berichten wusste. "Wir haben ganz tolle Erfahrungen mit den jungen Menschen gemacht, die wir als bildungshungrig, reflektiert und interessiert erlebt haben." Nach der Auswahl dürfen 24 Hochschulabsolventen das Programm in Anspruch nehmen, das über die Einblicke in den parlamentarischen Alltag hinaus geht, wie Kai Gehring berichtet. "Es ist eine ganz tolle Sache, dass junge Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern auf diese Weise zusammenkommen, gerade dieser Austausch untereinander bringt ihnen sehr viel."

Neben den Informationen zum Parlaments-Stipendium nutzten die Abgeordneten auch die Gelegenheit, sich mi den Alumni und Partner des DAAD über den Transformationspartnerschaft in Ägypten und an ägyptischen Hochschulen auszutauschen.

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Fünf Absolventen der Deutschen Auslandsschulen Ägyptens erhalten ein DAAD-Sawiris Stipendium

DAAD Sawiris 2012

Im Rahmen eines feierlichen Empfangs in der DAAD Außenstelle wurden am 18. Juni die DAAD-Sawiris Stipendien an fünf AbiturientInnen deutscher Schulen in Ägypten verliehen.

Bereits zum siebten Mal wurde das internationale DAAD Stipendienprogramm "Deutsche Auslandsschulen" in diesem Jahr in Kooperation mit der Sawiris Stiftung durchgeführt. Das Stipendium ermöglicht den Absolventen ein grundständiges Studium an einer deutschen Universität in einem Studienfach ihrer Wahl. Ziel dieses auf den jungen Nachwuchs ausgerichteten Programms ist, dass die Stipendiaten im Anschluss an ihr Studium nach Ägypten zurückkehren und aktiv zum Fortschritt des Landes beitragen.

Das Programm richtet sich an besonders begabte nichtdeutsche Absolventinnen und Absolventen deutscher Auslands- und Sprachdiplomschulen. Bewerben können sich nur die besten 10% eines Jahrgangs mit einem Notendurchschnitt von mindestens 1,5. Nach der Vorauswahl in Ägypten setzten sich die fünf StipendiatInnen bei der Vergabe der 122 Stipendien schließlich gegen Bewerber aus 54 Ländern durch.

Die drei StipendiatInnen des DAAD sind Yomna El-Wakil, Abiturientin der Deutschen Schule der Borromäerinnen Kairo (DSB), Nashwa Okasha, Abiturentin der DSB Alexandria und Moustafa El-Hag, Abiturient der Deutschen Evangelischen Oberschule (DEO). Die Sawiris Stiftung verlieh zusätzlich Stipendien an Menathullah Mubarak, Abiturentin der DEO und Farah Sedky, Abiturientin der DSB Kairo.

Der DAAD und die Sawiris Stiftung gratulieren allen StipendiatInnen zu diesem großartigen Erfolg.

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Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft diskutieren Energiewende im Rahmen der Kairo Klimagespräche

 CCT DESERTEC 2012

Im Rahmen der Kairo Klimagespräche diskutierten am 05. Juni, dem weltweiten Umwelttag, Experten aus Wissenschaft, Entwicklungszusammenarbeit und Wirtschaft Erneuerbare Energien und Energieeffizienz in der MENA-Region, insbesondere die Gewinnung von Energie durch Solar- und Windenergie aus der Wüste.

Im Mittelpunkt zweier Veranstaltungen stand die DESERTEC Stiftung, eine globale zivilgesellschaftliche Initiative, die das Ziel verfolgt, in den Wüstengegenden des Nahen Ostens und Nordafrikas, Erneuerbare Energien zu erzeugen, und diese als Export nach Europa, zu übertragen.

In einer Expertenrunde am Vormittag in den Veranstaltungsräumen des DAAD in Kairo wurden zunächst bestehende Studiengänge zur Ausbildung von Fachkräften in Ägypten und die Bedürfnisse der Wirtschaft diskutiert. Anwesend war hierbei unteranderem der Vize-Präsident des DESERTEC University Networks, Mouldi Miled, der die Bedeutung einer überregionalen Zusammenarbeit in Ausbildung und Forschung mehrfach betonte. Dr. Michael Harms, Leiter der DAAD Außenstelle, nutzte die Gelegenheit um auf die vielfältigen Fördermöglichkeiten im Rahmen der Transformationspartnerschaft durch den DAAD hinzuweisen.

CCT DESERTEC 2

Während der Podiumsdiskussion am Abend mit dem Titel: "DESERTEC – Energie aus der Wüste – Chancen für Ägypten" setzten sich fünf Experten intensiv mit dem DESERTEC Konzept, dessen Realisierbarkeit in Ägypten und der weltweiten Bedeutung von Erneuerbaren Energien auseinander. In einer anschließenden offenen Diskussion, wurde das große Interesse des breitgefächerten Publikums deutlich.

Die Kairo Klimagespräche finden seit 2011 unter der Schirmherrschaft der Deutschen Botschaft und des ägyptischen Umweltministeriums, der ägyptischen Umweltbehörde (EEAA), des Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und des Deutsch-Ägyptischen Komitees für erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Umweltschutz (JCEE) statt. Ziel ist es, mit monatlichen Veranstaltungen eine Plattform für Erfahrungsaustausch zu bieten, Bewusstsein für das Thema Klimawandel zu schaffen und die Kooperation zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie Zivilgesellschaft zu verbessern.

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Kick-off Veranstaltung für das neue Förderprogramm "Deutsch-Arabische Transformationspartnerschaft” im DAAD Kairo

Chancen und Herausforderungen in Zeiten des Umbruchs: Die Stärkung wissenschaftlicher Kooperationen zwischen Ägypten, Tunesien und Deutschland

 Kick-off1

Nach den Umbrüchen in Tunesien und Ägypten, die den Beginn des "Arabischen Frühlings" einleiteten, hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) in enger Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt ein neues Förderprogramm eingeführt: die "Deutsch-Arabische Transformationspartnerschaft". Bei der Startschuss-Veranstaltung diskutierten 120 Professoren, Universitätspräsidenten und Wissenschaftler verschiedener Forschungsorganisationen über die Zukunft des Hochschulsektors mit dem Ziel, Kooperationsmöglichkeiten zwischen deutschen, ägyptischen und tunesischen Universitäten aufzuzeigen.

"Ägypten ist noch immer eine zentrale Stütze für Stabilität und Frieden in der Region. Aus diesen und anderen Gründen ist es für alle Freunde Ägyptens wichtig, beim Aufbau einer neuen Zukunft zu helfen - eine Zukunft, die auf Zusammenarbeit, gemeinsamen Interessen und konstruktivem Engagement basiert". Die Worte Professor Dr. Abdul-Al-Monem Mashats von der Universität Kairo über die Chancen und Herausforderungen in Zeiten des Umbruchs spiegelte die Atmosphäre der Kick-off Veranstaltung wieder. Insgesamt 120 Wissenschaftler aus dem Bereich Hochschule und Forschung in Deutschland, Tunesien und Ägypten nahmen an der Veranstaltung für die "Deutsch-Arabische Transformationspartnerschaft" teil. Allen gemein war das Ziel, die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen deutschen, ägyptischen und tunesischen Universitäten zu stärken.

Zum Auftakt der Veranstaltung präsentierten prominente Wissenschaftler aus verschiedenen Forschungsfeldern ihre Vorstellungen zur Stärkung des demokratischen Reformprozesses in den arabischen Ländern und der Rolle der Hochschulen dabei. Dr. Khaled Chaabane von der Universität La Manouba in Tunesien erläuterte die Auswirkungen der Revolution auf das dortige Universitäts-System: Die Hochschulpolizei wurde abgeschafft, demokratische Strukturen eingeführt und das Mitspracherecht der Studenten gestärkt. Er wies darauf hin, dass das Förderprogramm "Deutsch-Arabisch Transformationspartnerschaft” den Demokratisierungsprozess sinnvoll unterstützen könne: Durch die Hochschulkooperationen würde jungen Studenten und Wissenschaftlern die Chance gegeben, sich in einem anderen wissenschaftlichen Umfeld zu bewegen und sich über die Grenzen hinweg, über ihre Forschungsthemen auszutauschen. Des Weiteren könne durch die internationale Zusammenarbeit ein Impuls für die Verbesserung der Bildungsstrukturen an tunesischen Universitäten gegeben werden.

Michael Bock, der deutsche Botschafter in Ägypten, ermutigte die Teilnehmer, das neue Förderprogramm zu nutzen und sich in Kooperationsprojekten mit Partnern in Deutschland, Ägypten und Tunesien zu engagieren. Dr. Helmut Blumbach, DAAD-Programm-Direktor für die südliche Hemisphäre in Bonn, erläuterte die Intention und die Ziele des neuen Förderprogramms: "Wir fördern die Bildung von Netzwerken zwischen deutschen, ägyptischen und tunesischen Universitäten. Durch neue Partnerschaften entstehen gemeinsame Studiengänge, Forschungsmöglichkeiten und Hochschulmanagement werden verbessert, universitätsinterne Entscheidungsstrukturen in Richtung "good governance" effektiver gestaltet und die Mitsprache der Studierenden gestärkt."

Kick-off

Bereits im Jahr 2011 sowie Anfang 2012 wurden erste Projekte im Rahmen des neuen Programms gefördert. Eine Auswahl dieser Projekte wurde in der zweiten Hälfte der Startschussveranstaltung von den Organisatoren vorgestellt: Studentenvertreter der Universitäten Kairo und Helwan sprachen über ihre Studienreise nach Deutschland und was sie dort über demokratische Strukturen an den Hochschulen erfahren haben: "Wir waren sehr vom Studierendenparlament der deutschen Universitäten beeindruckt. Was wir aber auch bemerkt haben, ist, dass die Beteiligung der ägyptischen Studenten an den Universitätswahlen viel höher ist als in Deutschland". In einem weiteren Panel stellte Prof. Dr. Hany El-Kateb ein faszinierendes Projekt zwischen der Technischen Universität München und der Ain Shams Universität in Kairo vor: Das Projekt arbeitet an der Entwicklung einer nachhaltigen Forstwirtschaft in der Wüste Ägyptens durch Abwassernutzung.

Die Palette der vorgestellten geförderten Projekte ist vielfältig: "Structuring an interdisciplinary course of studies Health Economics” verbindet medizinische und administrativen Disziplinen. Ein anderes Projekt "Environmental Archaeology” zwischen der Universität Köln und der Kairo Universität hat die Schaffung eines gemeinsamen und interdisziplinären Masterstudiengangs für Studierende aus der Stadtplanung, Wasserwirtschaft und Archäologie zum Ziel.

In einer Poster-Ausstellung wurden Inhalte, Herausforderungen und Ziele der bi-oder trilateralen Projekte präsentiert. Rektoren und Professoren diskutierten intensiv über die vorgestellten Projekte und die Anregungen, die sie aus der Veranstaltung mitgenommen haben: "Diese Veranstaltung ist eine großartige Plattform um sich mit anderen Universitäten und Abteilungen auszutauschen und neue Projektideen zu entwickeln. Ich habe eine Menge neuer Erkenntnisse gewonnen, vor allem darüber wie wir die Herausforderungen bei der Projektorganisation meistern können", äußerte sich einer der Teilnehmer in der abschließenden Diskussion. Des Weiteren wurde die Wichtigkeit einer intensiven wissenschaftlichen Zusammenarbeit betont: "Der Transformationsprozess wird zweifellos einige Zeit dauern, aber er wird nicht gelingen, wenn wir nicht die strukturellen Probleme innerhalb des Bildungs- und Hochschulsystems angehen."

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Sachmittelspende für Dr. Ahmed Ihab Abdelaziz von der GUC

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Dr. Michael Harms, Leiter der DAAD Außenstelle in Kairo begutachtet das vom DAAD finanzierte Forschungsmikroskop für Dr. Ahmed Ihab Abdelaziz an der Pharmazeutischen Fakultät der Deutschen Universität Kairo (GUC).

Dr. Ahmed Ihab Abdelaziz, der in Deutschland als DFG-Stipendiat an der Charité promovierte, ist heute Dozent an der Pharmazeutischen Fakultät  der  Deutschen Universität Kairo. Er ist Leiter einer Forschungsgruppe von 19 Studenten und bewarb sich beim DAAD um die Finanzierung eines Forschungsmikroskops, das für seine Forschungen im Bereich der Molekularbiologie nützlich ist.

Dr. Harms traf ihn und seine Assistentin Hend El Tayebi, um sich den Gebrauch des gespendeten Forschungsmikroskops erläutern zu lassen.

Dr. Abdelaziz erklärte, dass dieses Mikroskop ihm und seinem Team, für die Forschung im Gebiet der Epigenetik – ein Forschungsgebiet, das sich u.a. mit Krebs und Immunsystemen befasst – sowie bei der Erforschung von Nieren- und Leberzellen wichtig ist. Das Mikroskop AXIO Observer A1, gehört zu den weltweit leistungsfähigsten Mikroskopen seiner Art und ist in der Lage, lebende Zellen für das menschliche Auge sichtbar zu machen und diese auf einen Computer zu übertragen.

In einer anschließenden Führung durch verschiedene Labore der Pharmazeutischen Fakultät erhielt Dr. Harms einen interessanten Einblick in die Lehr- und Forschungsarbeit der GUC, die für herausragende Leistungen in der Pharmazie bekannt ist.

Der DAAD fördert die Anschaffung von Geräten für Forschungszwecke über das "Sachmittelprogramm für Hochschulen in Entwicklungsländern” von bis zu 20 000 EUR. Für dieses Programm können sich Wissenschaftler bewerben, die einen Teil ihrer Studien- bzw. Forschungstätigkeit an einer deutschen Universität absolviert haben.

Mehr Informationen über die Modalitäten sind zu finden unter: http://www.daad.de/entwicklung/studierende_und_alumni/sachmittel/08298.en.html

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Ausstellungseröffnung der Nobel Laureates in der DAAD-Außenstelle Kairo

Nobel Exhibition 1

Im Rahmen der Deutschlandwochen, wurde die Ausstellung "Nobel Laureates in Portrait" am 19. April 2012 feierlich in der DAAD-Außenstelle Kairo eröffnet.

Im Jahr 2000 begann Peter Badge im Auftrag von zahlreichen angesehenen Institutionen ein fotografisches Langzeitprojekt über Nobelpreisträger. Dieses kontinuierlich angelegte, alle lebenden Nobelpreisträger umfassende Projekt hat ihn weltweit zu über 300 Preisträgern geführt. Das Ergebnis ist ein beeindruckendes und einzigartiges Kaleidoskop der Menschen, die für ein konstantes Streben nach Exzellenz und Innovation stehen.

In diesem Zusammenhang stellt die DAAD-Außenstelle Kairo während der Deutschlandwochen einen Auszug der Sammlung mit 26 deutschen und ägyptischen Preisträgern aus. Vom 19.April bis zum 10.Mai 2012 wird diese für interessierte Besucher geöffnet sein.

Nobel Exhibition 2

Die Ausstellung ist Teil der engen Zusammenarbeit zwischen der DAAD-Außenstelle Kairo und der Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertreffen. Seit 1951 finden jährliche Konferenzen statt, die jungen Wissenschaftlern die Gelegenheit bietet, Nobelpreisträger in Seminaren und Diskussionsrunden zu treffen und "hautnah" zu erleben. Zu der diesjährigen Veranstaltung im Juli, die unter dem Zeichen der Physik steht, werden 31 Nobelpreisträger und 550 junge Wissenschaftler aus aller Welt erwartet.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung unterzeichneten Prof. Dr. Abdel-Hamid Zoheiry vom ägyptischen Ministerium für Bildung und Forschung sowie der Vize-Präsident Prof. Burkhard Fricke von der Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertreffen ein neues Abkommen, das künftig die Teilnahme von jungen Nachwuchswissenschaftlern an der Konferenz sichern wird. Dieses Jahr fördert die DAAD-Außenstelle Kairo die Reise zweier ägyptischer Physiker nach Lindau, die sich in einer von Fachleuten durchgeführten Auswahl gegen Bewerber aus ganz Ägypten durchsetzen konnten.

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Bundestagspräsident in Kairo

Von Macht und Grenzen des Parlaments: Norbert Lammert zu Gast beim DAAD

Dr.Lammert1

Bundestagspräsident Lammert während seiner Rede

Besonderer Besuch in der DAAD-Außenstelle Kairo: Bundestagspräsident Norbert Lammert sprach über das deutsche parlamentarische System. Und beeindruckte nicht zuletzt die anwesenden Studierendenvertreter.

Dem deutschen parlamentarischen System eilt sein guter Ruf voraus. Zumindest für die ägyptischen Studierenden, die am Dienstagabend im Garten des DAAD in Kairo stehen und auf den Bundestagspräsidenten Norbert Lammert warten, ist es ein System das Modellcharakter hat. Sohar Mamdouh war gerade mit einem Stipendium des DAAD in Deutschland auf einem Austausch für Studierendenvertreter. In Berlin besuchten sie auch das Parlament. "Ich war erstaunt über die Transparenz, dass ganz normale Bürger sogar die Sitzungen im Parlament verfolgen können", erzählt die 22-Jährige. In Ägypten, wo im vergangenen November zum ersten Mal in 30 Jahren in freien Wahlen ein Parlament gewählt wurde, ist das undenkbar. Als die Medizinstudentin hörte, dass sie zum Vortrag Norbert Lammerts eingeladen sei, war das Erstaunen noch größer. "Undenkbar, dass unser Parlamentssprecher so etwas tun würde, er ist unerreichbar für uns."

Scheidepunkt der politischen Geschichte

Der Deutsche Akademische Austauschsdienst hat seit 50 Jahren eine Dependance in Kairo, aber es ist das erste Mal, dass ein Bundestagspräsident dort zu Gast ist. Aber nicht nur deshalb hat der Besuch Norbert Lammerts eine besondere Bedeutung. Ägypten befindet sich im Moment auch an einem Scheidepunkt seiner politischen Geschichte. Ein Jahr nachdem das alte Machtsystem um Präsident Mubarak durch das Aufbegehren des Volkes zu Fall gebracht wurde, steht das Land vor einem Neubeginn. Eine neue Verfassung soll geschrieben werden und das Parlament und die Bevölkerung sind uneins darüber, wer sie ausarbeiten soll – und wie sie auszusehen hat, diese neue Verfassung, die das neue Ägypten definieren soll.  

Norbert Lammert soll also über die Macht des Parlaments und die Erfahrungen des deutschen politischen Systems an diesem Abend sprechen. "Ich habe dafür 20 Minuten, und das ist natürlich absolut unmöglich", beginnt der Bundestagspräsident. Er versucht es trotzdem und schafft es tatsächlich, in zehn Punkten einen Einblick in das zu geben, was Demokratie und Parlamentarismus bedeuten und zeigt dabei beides auf, die Chancen und die Gefahren, die sie bergen.

Dr.Lammert2

Der deutsche Botschafter in Kairo Michael Bock, DAAD-Außenstellenleiter Michael Harms und Bundestagspräsident Norbert Lammert

"Viel Glamour und viel Elend"

Er spricht unter anderem über die beiden wichtigsten politischen Systeme, das präsidiale und das parlamentarische System, und über die Tatsache, dass die Debatte, in welche Richtung sich Ägypten entwickeln wird, eine der wichtigsten bei der Bearbeitung der neuen Verfassung sein wird. "Beide Systeme beinhalten viel Glamour und viel Elend." Doch was dabei oft vergessen werde sei, dass für die Einhaltung von Bürgerrechten die Unabhängigkeit der Justiz wesentlich entscheidender sei. "Ohne diese Unabhängigkeit gibt es keine Gewaltentrennung, und deshalb ist diese Frage wesentlich wichtiger, als welches politische System man anstrebt."

Das der Weg zur Demokratie ein langer sein kann, auch dafür ist Deutschland ein gutes Beispiel. Während der Weimarer Republik war Deutschland eine demokratisch verfasste, parlamentarische Republik. Doch sie dauerte nur 13 Jahre und resultierte im schlimmsten politischen System der deutschen Geschichte, der nationalsozialistischen Diktatur unter Adolf Hitler. Die Geschichte zeige, erklärt Norbert Lammert, "dass sogar eine fast perfekte Verfassung nicht verhindert, dass Demokratie fehlschlägt." Was eine Demokratie ausmache sei eben nicht nur eine Verfassung, sondern vor allem eine engagierte Zivilgesellschaft. Norbert Lammert wies in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass es nicht ausreiche, politische Systeme zu kopieren. "Was wir getan haben ist, ein ernsthaftes Fazit aus unserer Geschichte zu ziehen und zu verstehen, warum die erste demokratische Verfassung gescheitert ist." Es sei absolut unmöglich, politische Praxis von der Realität der Gesellschaft zu trennen, in der sie stattfinde, von ihrer Geschichte, ihrer Religion. Auch Ägypten wird sich ernsthaft mit der Frage beschäftigen müssen, wie viel Religion die Politik verträgt. Und ob eine Trennung von Politik und Religion eine Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie ist.

Während des Tages hatte Norbert Lammert Gelegenheit, mit ägyptischen Parlamentariern zu sprechen und sich mit ihnen über die politische Zukunft Ägyptens auszutauschen. "Ich fühle mich sehr ermutigt, dass Ägypten seinen eigenen Weg zu einem echten demokratischen System finden wird", sagt der Bundestagspräsident über seine Gespräche. Einer dieser Parlamentarier sitzt an diesem Abend auch im Publikum. Mohammed El-Sawy leitet im Parlament das Komitee für Kultur, Information und Tourismus. Auch er ist optimistisch, das Ägypten seinen Weg in die Demokratie finden wird. Deutschland sei ein hervorragendes Beispiel für Ägypten. Die Erfahrungen eines Politikers wie Norbert Lammert seien sehr wertvoll. "Ich mag, dass er sagt, nichts sei perfekt."

Direkte Worte

Die direkten Worte Norbert Lammerts finden Anklang bei den Zuhörern. Es sei erleuchtend gewesen zu erfahren, wie das deutsche System funktioniert, sagt Mohammed Amgad, Studierendenvertreter an der Kairoer Universität nach dem Vortrag. Er sei vor allem deshalb so erhellend gewesen, sagt auch Michael Harms, Direktor des DAAD, "weil Norbert Lammert authentisch war, direkt und klar und weil er deutlich gemacht hat, das es kein ‚Copy- und Paste-Modell’ gibt und das Ägypten seine eigenen Fehler machen muss."

"Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen", hatte Norbert Lammert den ehemaligen britischen Premierminister Winston Churchill zitiert. Man müsse sich immer darüber im Klaren sein, dass es kein perfektes System gebe. "Aber Demokratie sorgt fast immer dafür, das alles was geschieht gesehen wird und nicht ohne Konsequenzen bleibt, vor allem für die gewählte Regierung."

 

Autorin: Amira El Ahl

Fotograf: Nour El Refai

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